Inhalte der Weiterbildung


Die Inhalte:

1. Die Grundlagen der Aufstellungsarbeit

Ein Grundbild unserer Verbundenheiten. Wer gehört zu uns dazu: in unser Herkunftsfamilie- und Gegenwartsfamilie und im Beruf? Mit wem bin ich auf welcher Weise in Resonanz?

Die mehrgenerationale Perspektive und die grundlegen Ordnungen in zwischenmenschlichen Systemen:  die Bedeutung von Zugehörigkeit, Bindungsliebe, Rangfolge und Ausgleich.

Einüben der inneren Haltung des phänomenologischen Helfens. Einführung in die systemische Empathie und die verschiedenen Formen der Wahrnehmung.

 

2. Die Grundlagen der phänomenologischen Berührung

Auf die Menschen in unserem Familien-und Berufsystem reagieren wir auch und vor allem mit unserem Körper. Da wir mit den Gedanken oft woanders sind, hilft das Berührung anzukommen bei dem, was in uns geschieht. Zum Hören und Sehen kommt das Fühlen dazu und die Wahrnehmung wird ganzheitlich. Absichtlos haltend können wir ein ganze Welt berühren:  an welcher Stelle sind wir in Resonanz mit jemandem? Mit welchem Thema? Welche alten Geschichten die im Körper stecken, sehnen sich nach Heilung? Welche Wünsche haben unsere Organe an uns?

Praktisch sieht das so aus, dass einer bekleidet auf einer Matte liegt, der andere sitzt daneben und lässt sich – ähnlich wie als Stellvertreter in den Aufstellungen – mit seinen Händen führen. Das geht zu einem in der Stille um neue Informationen für das weitere Vorgehen als Helfer zu erhalten. Werden die Wahrnehmungen während der Berührung von beiden Seiten verbal zurückgemeldet entsteht ein vertiefter innerer Prozess während dem man Auftauchendes aufgreifen und lösen kann. Daher nenne ich das auch hypnosystemisches Berühren, weil innere Bilder auftauchen und die in Bezug zu unserem System stehen.

Wer in einem der folgenden therapeutischen Berufe tätig kann dieses Vorgehen dort einsetzen und weiterführen:: Körperpsychotherapie, Hypnotherapie, Körperarbeit, Osteopathie, Massage, SE, Traumatherapie oder Aufstellung in der Imagination.

 

3. Die Herkunftsfamilie

Unsere Beziehungen zu Eltern, Geschwistern und Großeltern.

Wesentliches zu Verstrickung und Identifizierung und über die Wirkungsweise des Gewissens.

Folgen von und Umgang mit traumatischen Ereignissen in der Familiengeschichte. Umgang mit Familien-Geheimnissen.

Verständnis der eigenen Rolle in meinem Familiensystem und Auffinden des eigenen guten Platzes.

 

4. Die Partnerschaft

Die Verbindung zwischen Mann und Frau. Was aus der Herkunft auf sie wirkt. 

Was die Beziehung stärkt. Gelingende Sexualität, Herzensliebe und Alltag.

Trennung bei Paaren und mögliche Unterstützungshilfen.

 

5. Kindern helfen

Die kindliche Liebe. Die unterbrochene Hinbewegung und ihre Heilung.

Hilfe bei Verhaltensauffälligkeiten und Schulproblemen.

Von der Erziehung zur Beziehung.

Umgang mit Behinderung. Die Dynamik bei Zwillingen. Pflege-und Adoptivkinder. Kindern den Umgang mit der Scheidung der Eltern erleichtern.

Die Dynamiken in Patchworkfamilien.

 

6. Gesundheit, Krankheit, Heilung. 

Dynamiken, die zu Krankheit führen. Lösende Bewegungen.

Unterscheidung: was ist aus dem System übernommen, was durch eigene Erlebnisse bedingt? Aufstellungen bei seelischen Leiden und körperlichen Beschwerden.

Traumalösung: das Wichtigste zur inneren Haltung und praktisches Kennenlernen von Methoden.

 

7. Wochenende: Beruf

Die systemischen Ordnungen in Betrieben und Organisationen.

Beruf und Berufung.

Die Ordnungen des Erfolgs.

Die Dynamik des Geldes.

Organisations-und Strukturaufstellungen.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

 

8. Wochenende: Das Eigene

Einbeziehung aller bisherigen Methoden und Themen.

Helfen, das den anderen achtet.

Führung und Selbstführung.

Lebensaufgabe und Sinn: was von mir will noch in die Welt?

Auswertung und Ausblick.

 

Jedes Wochenende beinhaltet 5 Aspekte:

1. Lernen am eigenen Beispiel:  die jeweiligen Themen schauen wir uns an konkreten Fragestellungen der Teilnehmer an. So hat jeder Teilnehmer im Lauf des Kurses mehrmals die Möglichkeit eigene Fragen einzubringen und dabei wesentliche Schritte zur Klärung und Heilung zu gehen.

2. Vermittlung von Hintergrundwissen: Die Ordnungen der Liebe und des Erfolgs, zwischenmenschliches und inner-menschliches Wissen: auf den Punkt gebracht und anwendungsorientiert.

3. Vermittlung von Methoden in Form von konkreten Vorgehensweisen: Kennenlernen verschiedener Methoden der Aufstellungsarbeit in der Gruppe und im Einzeln: Familienaufstellungen, Paaraufstellungen, Organisationsaufstellungen, Entscheidungsaufstellungen. Aufstellungen mit Figuren, Hockern und in der Imagination, Hypnose, Körperarbeit, Einsetzen von Sprache, Genogramm. stellvertretendes Zuhören.

4. Selber Üben: An jeden Wochenende arbeiten wir im Zweier-Setting miteinander. Wer eine Gruppenarbeit leiten möchte hat dazu im Lauf des Kurses auch die Möglichkeit. 

5. Die Erfahrungen in der Gruppe: Ein Feld der Stärkung und Unterstützung, Austausch und Inspirationen.